Unser Garten, das ist ein Ort der Lebensfülle. 

Das sind alte Obstbäume, Linden, Kastanien, Holunder, Flieder, eine große Esche, ein großer Ahorn und ein Bauerngarten mit Blumen und Kräutern. Dies alles inmitten einer blühenden Wiese, die ungemein reich an Farben und Lebensformen ist. Die Wiese ums Haus wird nicht gedüngt und nur einmal im Jahr im Herbst gemäht, mit der Sense oder mit unserem Hatz Bulldog Baujahr 1953. So können die Pflanzen ihre Blüte vollenden, Samen bilden und sich vermehren, was den Artenreichtum der Wiese erhält. Es finden sich hier beispielsweise Glockenblumen, Margeriten, Augentrost, Zittergras, Johanniskraut oder Teufelskralle, um nur einige zu nennen. Auch für die Vogelwelt ist der Garten, der von unserer eigenen Quelle mit Wasser versorgt wird, ein wertvoller Lebensraum.

Schon beim Verlassen des Hauses stehen Sie inmitten von Natur, inmitten von Wiesen, die den Namen "Blumenwiese" noch verdienen.

Unser Garten ist ein Biotop mit einer unglaublichen Artenvielfalt. Mindestens 250 Tier- und Pflanzenarten der Roten Liste sind hier ansässig.

Für unsere Gäste haben wir einige schöne Sitzinseln geschaffen, kleine Oasen der Ruhe inmitten des duftenden und blühenden Grüns. Dafür mähen wir Wege zwischen den verschiedenen Plätzen aus. Unsere Gäste dürfen sich gerne auch frische Kräuter im Garten holen.

Direkt am Haus befindet sich eine große Holzterrasse, ebenfalls mit diversen Sitz- und Liegemöglichkeiten, im Sommer umrahmt von einem Blumenmeer.

Die etwa ein Hektar große Wiese unterhalb unseres Hauses, auf die man von der Terrasse aus blickt, zählt zum sog. Grenzmoorkomplex. Sie beheimatet faszinierende Lebensgemeinschaften und Arten - von fleischfressenden Pflanzen wie Sonnentau und Fettkraut über Schwarzwurzel, Läusekraut, Wasserhalmkraut, Beinwell, verschiedene Nelkenarten bis hin zum Sumpf-Vergissmeinnicht. Auch das pink-violette Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis), dessen Bestände aufgrund der Überdüngung und Trockenlegung von Wiesen überall stark zurückgehen und das inzwischen ebenfalls auf der Roten Liste steht, ist hier noch reichlich zu finden.

Viele Pflanzen unseres Feuchtgebietes stehen unter Naturschutz und sind rare Besonderheiten.

Außerdem lebt bei uns noch die seltenste Maus Europas, die kleine Birkenmaus. Sie stellt ein "Eiszeitrelikt" dar und ist in Deutschland vom Aussterben bedroht.

Die lebendige Blumenwiese, die unser Haus umsäumt, setzt sich oberhalb des Hauses noch über mehrere Hektar fort und bietet bei einem Spaziergang wunderbare Eindrücke und Ausblicke, die ab Juni/Juli begleitet werden vom "Sound des Sommers", dem Konzert der Heuschrecken. Die Wiese zählt zu den europaweit selten gewordenen mageren Bergwiesen und ist nur deshalb so artenreich erhalten, weil sie von meiner Familie seit Generationen ohne Profitmaximierungsabsicht extensiv bewirtschaftet, d. h. nicht gedüngt und nur maximal zweimal im Jahr gemäht wird. Aufgrund der Vielfalt an Kräutern und der vollständigen Naturbelassenheit liefert die Wiese ein wertvolles Heu, neudeutsch ein echtes "Bio-Gesundheitsheu"…

Es geht einem das Herz auf, wenn man in dieser Landschaft steht.

Haidl-Madl Umgebung